Besonderheiten und Vorteile der privaten Krankenversicherung für Beamte

- 16.06.2012 von Kim Teschner -

Beamte können sich günstig privat krankenversichern, denn der Dienstherrenzuschuss beträgt bis zu 80 Prozent. Lediglich der fehlende Restbetrag muss aus dem eigenen Portemonnaie bezahlt werden. Damit ist die private Krankenversicherung gegenüber der gesetzlichen Versicherung für Beamte besonders interessant.

Beamte sparen bei der PKV durch Beihilfe

Private Krankenkassen bieten den Beamten spezielle Tarife an, die mit besonders attraktiven Konditionen locken, die aufgrund der staatlich gezahlten Beihilfe möglich sind. Neben den Beamten sind noch eine Reihe weiterer Personen dazu berechtigt die Beihilfe in Anspruch zu nehmen. Dazu zählen auch Richter und Soldaten. Während der Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft die Hälfte der Krankenversicherungsbeiträge durch den Arbeitgeber finanziert bekommt, erhalten Beamte durch die Beihilfe einen festgelegten Anteil zu den Gesamtkosten. Weil die gesamten Kosten aber nicht durch die Beihilfe gedeckt werden können, wird eine Krankenversicherung notwendig, die die übrigen Kosten übernimmt. Die vergleichsweise geringen anfallenden Kosten ermöglichen den Beamten daher die besonders günstigen Sondertarife. Beamte können sich auch gesetzlich versichern. In diesem Fall erhalten sie allerdings keine Beihilfe. Daher ist die gesetzliche Krankenversicherung nur für Beamte interessant, die einen schlechten Gesundheitszustand haben und daher in der PKV hohe Tarife zahlen müssten.

Anspruchsvoraussetzungen für die Auszahlung von Beihilfe

Um die Beihilfe beantragen zu können, müssen Kosten in Höhe eines vorgegebenen Eurobetrages angefallen sein. Dieser Betrag ist abhängig von der Beihilfeverordnung des jeweiligen Dienstherren, also beispielsweise von der Beihilfeverordnung eines bestimmten Bundeslandes. Maßgeblich ist dafür ein vorgegebener Zeitraum. Um die Kosten auch tatsächlich erstattet zu bekommen, müssen allerdings einige formale Anforderungen erfüllt sein: Der Aussteller der Rechnung muss ebenso aufgeführt werden wie die behandelte Person und der Behandlungszeitraum. Darüber hinaus muss auch die Behandlung als solches genau aufgeführt werden, weil nicht alle Leistungen von der Beihilfe übernommen werden. Diese Zusatzleistungen können allerdings ebenfalls über die private Krankenversicherung abgedeckt werden.

Sinkende Beiträge in der PKV im Alter

Auch Ehegatten können dabei berücksichtigt werden. Voraussetzung ist aber, dass deren Einkommen nicht zu hoch ausfällt. Die Grenze liegt derzeit bei einem Jahresgehalt von etwa 18.000 Euro. Keine Einschränkungen gibt es dagegen bei Kindern. Für Beamte im Ruhestand wird die Beihilfe auf 70% der Krankheitskosten festgelegt. Weil nur noch ein besonders geringer Restanteil durch die private Krankenversicherung abgedeckt werden muss, bedeutet dass meist, dass die monatlichen Versicherungsbeiträge nach der Pensionierung sinken.

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Autor: Kim Teschner

Kim ist bereits seit 2012 bei uns. Damals hat sie hauptberuflich bei einem Steuerberater gearbeitet und wollte ihr Wissen gerne einem breiten Publikum zur Verfügung stellen. Nach Mutterschutz und Elternzeit ist sie nun endlich wieder da und unterstützt uns in den Bereichen Finanzen, Gehalt und Steuern.