Private Krankenversicherung Lexikon

Abschlusskosten

Unter

Abschlusskosten

werden die anfallenden Aufwendungen bezeichnet, die durch den Abschluss eines Versicherungsvertrages entstehen und die dem Versicherten in Rechnung gestellt werden. Für Versicherungsunternehmen gelten diese

Abschlusskosten

als normale Betriebskosten und werden auch als Erwerbskosten bezeichnet.

Abschlusskosten

bei privaten Krankenversicherungen sind unterteilt in mittelbare (innere) Ausgaben und unmittelbare (äußere) Ausgaben. Zu den inneren

Abschlusskosten

zählen die Antragsbearbeitung (Druck und Versand der Dokumente), die Risikoprüfung (gesundheitliches Befinden und wirtschaftliche Verhältnisse), die Kosten der Geschäftsstelle und die Gehälter der Angestellten sowie Werbung und Tarifmaterial. Bei den äußeren

Abschlusskosten

handelt es sich hingegen um Provisionen für den Vermittler respektive um feste Vergütungen, Kosten für Geschäftsreisen sowie anfallende Zusatzprovisionen.

Abschlusskosten

werden ausschließlich bei privaten Krankenversicherungen erhoben. Gesetzliche Krankenkassen hingegen erheben keine Gebühren für den Wechsel von einer Krankenkasse zu einer anderen. Gesetzliche Krankenkassen benötigen lediglich die für den Wechsel erforderlichen Unterlagen sowie die Kündigungsbescheinigung der alten Krankenkasse. Um eine bessere Transparenz der

Abschlusskosten

zu erreichen, müssen private Krankenversicherungen die einkalkulierten

Abschlusskosten

in einem Gesamtbetrag ausweisen. Durch diese Informationspflichtverordnung sind zudem bessere Vergleichsmöglichkeiten bei unterschiedlichen Angeboten möglich.


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