Private Krankenversicherung Lexikon

Ärztekammer

Das Grundgesetz hat weite Bereiche des Gesundheitswesens den Ländern zugeordnet. Dazu gehören vor allem die Regelung der ärztlichen Berufsausübung und die Organisation des ärztlichen Berufsstandes, soweit sie öffentlich-rechtlicher Art sind. In den Ländern der Bundesrepublik Deutschland obliegt den Ärztekammern die Wahrung der beruflichen Belange der Ärzteschaft.

Jeder Arzt ist Pflichtmitglied der Ärztekammer (ÄK), in deren Region er seine ärztliche Tätigkeit ausübt. Diese Ärztekammern bilden die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Ärztekammern - die

Bundesärztekammer

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Die Ärztekammern nehmen als übertragene hoheitliche Aufgabe die Aufsicht über die Ärzte ihres Bereichs wahr. Ihnen gehören nach dem Gesetz alle Ärzte im Bereich des jeweiligen Landes als Pflichtmitglieder an. Des weiteren bestehen ihre Aufgaben darin, die ärztliche Ausbildung und Fortbildung zu fördern (durch z.B. die Abnahme von Facharztprüfungen), für einen sittlich und wissenschaftlich hochstehenden Ärztestand zu sorgen, die Überwachung der Berufsausübung, die Vertretung der ärztlichen Berufsinteressen, die Errichtung von Ethikkommissionen, die Förderung der Qualitätssicherungsmaßnahmen, die ärztlichen Berufspflichten und die Weiterbildung zu ordnen, an der Gesetzgebung auf dem Gebiet des öffentlichen Gesundheitswesens mitzuwirken, usw.


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