Private Krankenversicherung Lexikon

Ärzteschaft

Im Jahr 2004 wurde die Freie Ärzteschaft e.V. als ärztlicher Berufsverband von Ärzten gegründet, die den Austausch von Meinungen und Informationen ausschließlich über das Internet durchführen. Derzeit gehören etwa  2.000 niedergelassene Mediziner der Freien Ärzteschaft an. Ziel der Freien Ärzteschaft ist es, die Interessen von niedergelassenen Fach- und Hausärzten zu vertreten und zu koordinieren.

Im November 2005 wurde zusammen mit sieben weiteren bundesweit tätigen Verbänden, wie z.B. dem Deutschen Hausärzteverband, dem Marburger Bund, dem NAV-Virchow-Bund und dem Hartmannbund beschlossen, die gemeinsamen Aktivitäten zu koordinieren und zu vernetzen, um eine größere Wirkung zu erzielen. Erste Erfolge konnten bereits verbucht werden, als am 24. März 2006 beim 2. nationalen Protesttag in Berlin etwa 30.000 Menschen gegen weitere Reglementierungen protestierten. Auch beim "Ärztetag der Basis" am 4. November 2006 in Köln, veranstaltet durch die Freie Ärzteschaft, wurde bereits auf die Themen solidarische Kassenzulassungsrückgabe und elektronische Gesundheitskarte hingewiesen.

Kritik an der Freien Ärzteschaft besteht darin, dass die Sorge um das Patientenwohl als vordergründig gewertet wird und hauptsächlich die vermeintlich absehbaren Einkommensverluste und Veränderungen im Sozialsystem Beachtung finden. Bei Kritikern gilt die Freie Ärzteschaft als radikalisierter Arm der Ärzteschaft, der sehr schnell zu Protestmaßnahmen aufruft.


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