Private Krankenversicherung Lexikon

Alkoholklausel

Die Alkoholklausel in der privaten Krankenversicherung besagt, dass der Versicherer bei einer Arbeitsunfähigkeit durch eine Krankheit oder durch einen

Unfall

auch dann die Behandlungskosten übernimmt, wenn der vorherige Konsum von Alkohol die Ursache gewesen sein könnte. Dies gilt allerdings nur, wenn es sich um einmaligen Genuss von Alkohol handelt, im Falle einer Suchterkrankung zahlt die private Krankenkasse nicht. Wenn die Alkoholklausel Teil der

Versicherungsbedingungen

ist, zahlt der Versicherer keinesfalls ein

Krankentagegeld

. Auch übernimmt die Gesellschaft keine Kosten für Entziehungsmaßnahmen oder für Entziehungskuren. 

In der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es die Alkoholklausel nicht, hier übernehmen die  Krankenkassen die Kosten für Behandlungen und für Rettungseinsätze, wenn dies die Folge einer alkoholischen Bewusstseinsstörung mit

Diagnose

Alkoholintoxikation ist. Handelt es sich jedoch nur um einen Alkoholrausch ohne Vergiftungserscheinungen, kann die gesetzliche Krankenkasse die Rückerstattung dieser Kosten vom Patienten verlangen.



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