Private Krankenversicherung Lexikon

Alkoholsucht

Die Alkoholsucht ist eine progressive Krankheit, bei  der der Mensch  von der psychotropen Substanz Ethanol abhängig ist.  Im Verlauf der Alkoholsucht entwickelt sich die Beschaffung und der Konsum von Alkohol zum lebensbestimmenden  Inhalt.  Typische Symptome sind  Konsumzwang, Vernachlässigung von  Interessen zugunsten des  Alkohols, Entzugserscheinungen bei Konsumreduktion, fortschreitender Kontrollverlust, Leugnen des Suchtverhaltens,  Veränderung der Persönlichkeit und Anstieg der Toleranzgrenze  (Trinkfestigkeit). Die Alkoholsucht wird  auch als Alkoholmissbrauch oder Alkoholabusus bezeichnet, was den Alkoholkonsum mit nachweislich schädlicher Wirkung bezeichnet

Die Behandlung der Alkoholsucht kann nur durch einen Alkoholentzug erfolgen, was bedeutet, dass der Alkohol sofort abgesetzt wird.  Die Entgiftung erfolgt stationär unter ärztlicher Aufsicht in einer Spezialklinik für Suchtkranke, da in der Regel heftige  Entzugserscheinungen auftreten, die lebensbedrohliche Ausmaße annehmen können .  Die stationäre Entgiftung  dauert 8 - 14  Tage und geht mit typischen Symptomen wie Nervosität, Zittern, Übelkeit, Schlafstörungen, Depressionen, Gereiztheit und der starke Drang nach Alkohol  einher.

Nach der so genannten Entgiftung   erfolgt die eigentliche Therapie der Alkoholsucht, die einerseits aus der Langzeitentwöhnung und  andererseits aus sozialem Training und Persönlichkeitsentwicklung besteht. Diese Therapien werden  in der Regel als Langzeit- oder Kurzzeittherapie  in  entsprechenden Suchtkliniken durchgeführt. Zu den wichtigsten Methoden gehören das soziale Kompetenztraining, die Selbsthilfegruppe, das Reizexpositionsverfahren,  die systemische Familientherapie, die therapeutische Gemeinschaft und die pharmakologische Aversionstherapie.


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