Private Krankenversicherung Lexikon

Ambulante Pflege

Erfolgt die Krankenpflege in der Wohnung oder dem Haus der zu pflegenden Person, spricht man von ambulanter Pflege. Art und Umfang der ambulanten Pflege wird zwischen der Pflegeperson, dessen Angehörigen und dem Pflegeunternehmen abgesprochen. Bei Übernahme der Kosten für die ambulante Pflege durch die privaten oder gesetzlichen Krankenversicherungen muss die ambulante Pflege von einem niedergelassenen Arzt verordnet werden. Erfolgt keine Verordnung durch einen Arzt, muss die Pflege privat finanziert werden.

Die ambulante Pflege soll es kranken und alten Menschen ermöglichen, weiterhin in der häuslichen Umgebung zu bleiben und mit Hilfe des Pflegedienstes die alltäglichen Aufgaben zu verrichten. Ohne Pflegedienste müssten viele Menschen in Alten- oder Pflegeheimen untergebracht werden. Durch die professionelle Versorgung soll der bestehende Gesundheitszustand erhalten oder sogar zu verbessert werden und in vielen Fällen auch berufstätige Angehörige in der häuslichen Pflege unterstützen, indem der Pflegedienst die Versorgung tagsüber übernimmt.

Die ambulante Pflege wird grundsätzlich von den gesetzlichen Pflegeversicherung übernommen, nachdem der Arzt die entsprechende Verordnung ausgestellt hat. Die Abrechnung erfolgt direkt zwischen Pflegedienst und Krankenkasse. Im Falle geringer

Zuzahlungen

für den Patienten werden diese anschließend von der gesetzlichen Krankenkasse in Rechnung gestellt. In der privaten Krankenversicherung sind die genehmigten Leistungen für die ambulante Pflege in der Regel umfangreicher, dafür muss der Patient die Rechnung erst selber bezahlen, bekommt die Kosten aber umgehend erstattet.


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