Private Krankenversicherung Lexikon

Antragsablehnung

Über eine

Antragsablehnung

können grundsätzlich zunächst alle Versicherungsunternehmen selber entscheiden, wobei bei der gesetzlichen Krankenversicherung die sogenannte Annahmepflicht besteht. Für die gesetzliche Krankenversicherung bedeutet das, dass jeder

Antrag

angenommen werden muss und eine

Antragsablehnung

nur unter ganz bestimmten

Voraussetzungen

erfolgen kann.

Die Versicherungspflicht gilt grundsätzlich für alle Arbeitnehmer, die einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen und für alle Auszubildenden. Hier greift das so genannte Solidaritätsprinzip, welches den gesetzlichen Krankenversicherungen eine

Antragsablehnung

verbietet. Wird der Vertrag geschlossen und die 14-tägige Widerrufsfrist ist abgelaufen, gilt der Vertrag wirksam und verbindlich.

Bei privaten Krankenversicherungen herrscht hingegen die privatrechtliche Vertragsfreiheit, wobei die private Krankenversicherung sowohl die Möglichkeit der Antragsannahme, als auch der

Antragsablehnung

hat. Entscheidend ist hier die Bewertung des vom Antragsteller ausgefüllten Antragsformulars. In der Regel erfolgt aber trotz erhöhter Risiken keine

Antragsablehnung

, sondern der Antragsteller zahlt entsprechende Zuschläge, da ihm sonst die Leistungen, die in Zusammenhang mit den Risiken stehen, verweigert werden.


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