Private Krankenversicherung Lexikon

Anwartschaft

Wird ein

Antrag

auf Anwartschaft gestellt, ruhen vorübergehend die Rechte und Pflichten eines Versicherungsvertrages, wodurch der Versicherte die Garantie hat, nach Ablauf der Anwartschaft den Versicherungsschutz wieder in Anspruch nehmen zu können, und zwar zu den bestehenden Konditionen. Innerhalb der Anwartschaft gibt es keinen Leistungsanspruch, obwohl der Versicherungsnehmer einen Teilbetrag anstelle der normalen Versicherungskosten zahlen muss. Dieser ist so bemessen, dass die Altersrückstellung und die Verwaltungskosten gedeckt sind. Nach der Anwartschaft kann der Versicherer dann zu den ursprünglichen Konditionen die Versicherung weiterführen.

Ein

Antrag

auf Anwartschaft lohnt sich immer dann, wenn die Mitgliedschaft vorübergehend nicht benötigt wird, was z. B. bei einem befristeten

Auslandsaufenthalt

der Fall sein kann, wo vorübergehend eine

Auslandskrankenversicherung

abgeschlossen wird. Nach Beendigung des Auslandsaufenthaltes kann der normale Versicherungsschutz ohne erneute Antragstellung,

Gesundheitsprüfung

etc. wieder hergestellt werden.
Gesetzliche Krankenversicherungen regeln im Einzelnen, ob eine Anwartschaft angeboten wird oder ob es alternative Möglichkeiten gibt. Private Krankenversicherungen bieten eine spezielle Anwartschaftsversicherung an, die zu einem späteren Zeitpunkt einen bestimmten Versicherungsschutz zusagen.


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