Private Krankenversicherung Lexikon

Arbeitsunfähigkeit PKV

Die häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit sind nach aktuellen Angaben vor allem Erkrankungen des Wirbelsäule wie Rückenschmerzen oder Bandscheibenvorfälle, Infektionen der Atemwege, psychische Erkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen,, Schulter- und Kniegelenksverletzungen,  sowie Gelenk- und Sehnenschmerzen.

Nicht jede dieser Erkrankungen oder Verletzungen ziehen eine Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers nach sich. Arbeitsunfähigkeit bedeutet auch nicht, dass die betroffene Person generell zu Hause im Bett bleiben muss, sie darf nur nichts unternehmen, was der Genesung im Wege steht.
Die Melde- und Nachweispflicht bei Arbeitsunfähigkeit ist in § 5 des Entgeltfortzahlungsgesetzes geregelt, demnach sind  Arbeitnehmer verpflichtet, eine Arbeitsunfähigkeit sofort am ersten Krankheitstag bereits zu Arbeitsbeginn per Telefon, Fax, SMS oder E-Mail beim Arbeitgeber zu melden. Versäumt der Arbeitnehmer diese Pflicht, kann dies zu einer Abmahnung oder, im Wiederholungsfall, auch zu einer verhaltensbedingten Kündigung führen. In der Regel wird ein ärztliches Attest, die so genannte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU), erforderlich, wenn die AU länger als drei Tage besteht. Der Arbeitgeber kann jedoch auch verlangen, dass dieser Nachweis ab dem ersten Tag der AU erbracht werden muss. In jedem Fall muss die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit ersichtlich sein.
Bei Arbeitsunfähigkeit hat der Arbeitnehmer bis zu 6 Wochen lang Anspruch auf Entgeltfortzahlung in voller Höhe, wenn das Arbeitsverhältnis bereits länger als 4 Wochen besteht und die Arbeitsunfähigkeit nicht selber verschuldet wurde. Ruht das Arbeitsverhältnis oder wird beendet, besteht kein weiterer Anspruch auf Entgeltfortzahlung


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