Private Krankenversicherung Lexikon

Auslandsaufenthalt

Das Thema Auslandsaufenthalt wird in den allgemeinen

Versicherungsbedingungen

geregelt und unterscheidet zwischen dem vorübergehenden Auslandsaufenthalt und dem dauernden Auslandsaufenthalt.

Beim vorübergehenden Auslandsaufenthalt erstreckt sich der Versicherungsschutz für die Übernahme von Behandlungskosten und die

Krankenhaustagegeldversicherung

zeitlich unbefristet auf die weltweite

Heilbehandlung

, wobei der Versicherungsschutz der

Krankentagegeldversicherung

nur auf die Bundesrepublik Deutschland beschränkt ist.  Treten beim vorübergehenden Auslandsaufenthalt akute Krankheiten oder

Unfälle

ein, wird das

Krankenhaustagegeld

im vertraglichen Umfang für die Dauer der medizinisch-notwendigen stationären

Heilbehandlung

in einem öffentlichen Krankenhaus gezahlt.

Der dauernde Auslandsaufenthalt bedeutet die Wohnsitzverlegung aus dem Tätigkeitsgebiet der Versicherung,  wodurch in der Regel die Versicherung endet, wenn der Versicherte seinen ständigen Wohnsitz im Ausland hat. Es können jedoch auch andere Vereinbarungen zwischen den Versicherungspartnern getroffen werden.
Gesetzliche Krankenkassen unterscheiden zwischen Arbeitnehmern, die der Arbeitgeber ins Ausland entsandt hat und Touristen, die ins Ausland reisen. Eine Regelung für Urlauber greift nur, wenn mit dem jeweiligen Urlaubsland ein Sozialabkommen besteht. Bei einem bestehenden Sozialabkommen übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die  Kosten, die im Rahmen der Krankenversorgung des Gastlandes entstehen. Ohne dieses Sozialabkommen besteht kein Leistungsanspruch.


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