Private Krankenversicherung Lexikon

Aussteuerung

Aussteuerung

bedeutet den Übergang von einem höheren in ein niedrigeres Unterstützungssystem. In der Krankenversicherung bedeutet dies beispielsweise, dass das Krankengeld ausläuft. Laut § 48 Abs. 1 SGB steht zwar jedem Versicherten das Krankengeld bei Arbeitsunfähigkeit zeitlich unbegrenzt zu, handelt es sich jedoch während der kompletten Zeit der Arbeitsunfähigkeit um dieselbe Krankheit, ist das Krankengeld lediglich begrenzt für die Dauer von 78 Wochen bzw. 19,5 Monaten innerhalb eines Zeitraums von 3 Jahren zu gewähren. Bei

Diagnose

einer anderen Erkrankung besteht erneut ein Leistungsanspruch von 78 Wochen (19,5 Monaten) bei Arbeitsunfähigkeit.

Bei Überschreitung dieser Frist erfolgt ein Wechsel aus der Arbeitsunfähigkeit in die Minderung der Erwerbsfähigkeit, was die sogenannte

Aussteuerung

bezeichnet. Nach dieser Frist zahlen gesetzliche Krankenversicherungen in der Regel kein Krankengeld mehr und weisen auf die entsprechend zuständigen Rentenversicherungen hin.

Bei den privaten Krankenversicherungen ist das Prinzip der

Aussteuerung

seit vielen Jahren abgeschafft, lediglich die

Krankentagegeldversicherung

hat einen bestimmten Leistungszeitraum für die Übernahme von Leistungen. Generell übernimmt die private Krankenversicherung im Falle der Arbeitsunfähigkeit alle anfallenden Kosten sowie die Beiträge der Arbeitslosenversicherung.


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