Private Krankenversicherung Lexikon

Beamtenversorgung

Die Beamtenversorgung ist in Deutschland im Gesetz über die Versorgung der Beamten und Richter in Bund und Ländern (BeamtVG) geregelt und im Rahmen der Föderalismusreform im Herbst 2006 dezentralisiert worden, so dass die Regelungen der Beamtenversorgung von Bund und Ländern für ihren Bereich selber getroffen werden. Die Beamtenversorgung ist eine Pension und wird in  Deutschland  an Richter, Soldaten, Beamte, Pfarrer, Kirchenbeamte und Personen, die in einem öffentliche-rechtlichen  Dienstverhältnis stehen, geleistet.

Um die Beamtenversorgung in Anspruch nehmen zu können, müssen Beamte bei Erreichen des Pensionsalters mindestens eine der folgende

Voraussetzungen

nach §4 Abs. 1 BeamtVG erfüllen:
  • abgeleistete Dienstzeit mindestens 5 Jahre
  • Dienstunfähigkeit infolge eines Dienstunfalls
Beamte, deren Dienstzeit mit einer Entlassung aus dem Dienst endet, haben gar keinen Anspruch auf Beamtenversorgung, sondern werden in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert.
Die Beamtenversorgung berücksichtigt auch die Hinterbliebenen eines verstorbenen Beamten, hier erhalten beispielsweise die Ehepartner Witwen- bzw. Witwergeld und die Kinder Waisengeld. Einkünfte der Hinterbliebenen werden angerechnet und kann sogar bei Witwen und Waisen zur kompletten Zahlungseinstellung führen. Das Waisengeld wird bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres gezahlt, solange die Waisen über kein eigenes Einkommen verfügen. Darüber hinaus erfolgt eine Zahlung nur dann, wenn sie zur eigenständigen Deckung des Lebensunterhaltes nicht in der Lage sind (z. B. Behinderte).


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