Private Krankenversicherung Lexikon

Beihilfeanspruch

Das Beihilferecht ist die Konkretisierung der allgemeinen Fürsorgepflicht des Dienstherrn gegenüber seinen Beamten. Danach ist der Staat grundsätzlich für das Wohl seiner Diener verantwortlich. Das gilt insbesondere in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen. Die Beihilfe stellt insofern die staatliche Variante der Krankenversicherung dar. Der Beihilfeanspruch wird generell nur anteilig gewährt und zwar nur in Höhe des Beihilfebemessungssatzes.


Die Höchstbeträge zur Beihilfe sind bundesweit unterschiedlich (je nach Bundesland) geregelt, daher können keine genauen Angaben gemacht werden. Beihilfeanspruch besteht, wenn Aufwendungen für zahnärztliche und ärztliche Leistungen notwendig und in der Höhe angemessen sind. Was angemessen ist, wird ausschließlich über den Gebührenrahmen aus der

Gebührenordnung

für Ärzte und Zahnärzte ermittelt.
Ausnahmen beim Beihilfeanspruch für

Zuzahlungen

und Kostenanteile bilden ausgeschlossene Medikamente, Hilfs-, Heil- und

Arzneimittel

. Ebenfalls keinen Beihilfeanspruch haben Beamte, denen die komplette

Heilfürsorge

sowie Aufwendungen für ihre Pflege durch nahe Angehörige zusteht.


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