Private Krankenversicherung Lexikon

Beratungseinsatz

Beratungseinsätze sind gesetzlich geforderte Pflichteinsätze von ambulanten Pflegediensten zur Beratung und Überprüfung von Menschen, die pflegebedürftige Angehörige pflegen und Pflegegeld beziehen.
Ein Beratungseinsatz beinhaltet das Gespräch zwischen dem Pflegedienst, dem Pflegebedürftigen und dem Betreuer mit dem Ziel, dass die Pflegeperson bestmöglich unterstützt und betreut wird. Beratungseinsätze werden regelmäßig wiederholt, um Veränderungen zu festzustellen und ggf. bei Kostenfragen zu berücksichtigen. Den Beratungseinsatz in der häuslichen Pflege nach § 37 SGB XI Absatz 3 müssen pflegebedürftige Menschen mit einem Pflegegrad 2 bis 5 abrufen, wenn sie NUR Pflegegeld beziehen.
Bei Pflegebedürftigen, die Kombipflege oder nur Pflegesachleistungen nach § 36 SGB XI in Anspruch nehmen, ist kein Beratungseinsatz erforderlich.
Im Beratungseinsatz ist sicherzustellen, dass Pfleger und Pflegebedürftige gemeinsam zurecht kommen und Verbesserungen oder Erleichterungen der häuslichen Pflege abstimmen. Darüber hinaus ist der ambulante Pflegedienst auch bei der Beantragung benötigter Heil- und

Hilfsmittel

und bei der rollstuhltauglichen Wohnraumanpassung behilflich. Ist der Beratungseinsatz erfolgreich durchgeführt worden, stellt der Pflegedienst ein Zertifikat aus, welches an die Krankenversicherung weitergeleitet wird. Sowohl die gesetzliche, als auch die private Krankenversicherung übernehmen danach die Kosten des Einsatzes.


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