Private Krankenversicherung Lexikon

Fallpauschalen

Bei Fallpauschalen handelt es sich um ein spezielles Vergütungssystem im Gesundheitswesen, die auf der pauschalen Vergütung pro Krankheit basiert, wodurch bei Fallpauschalen die Vergütung erfolgt, unabhängig von der Menge und Art der wirklich erbrachten Leistungen.

Da bis 2003 die Krankenversicherungen meistens Tagessätze für stationär behandelte Patienten zahlten und die Krankenhäuser dadurch wenig Anreiz hatten, die Patienten möglichst kostendeckend und effizient zu behandeln, wurde zum 1. Januar 2004 ein neues Fallpauschalen System eingeführt.

Ziele des neuen Fallpauschalen Systems waren:
  • eine beitragssatzstabile Ausgabenentwicklung
  • die Transparenz der Leistungen
  • die Erhöhung der Wirtschaftlichkeit bei Krankenhäusern
  • die Förderung der Versorgungsqualität
Um die Fallpauschalen zu ermitteln, werden die angefallenen Behandlungskosten von ausgewählten

Kliniken

kalkuliert, um danach die Leistungs- und Kostendaten der Fallpauschalen auszuwerten. Die sich daraus ermittelten Fallpauschalen werden dann generell für die definierte Leistung erbracht, unabhängig davon, ob in der Folge die erbrachten Leistungen teurer oder billiger waren.


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