Private Krankenversicherung Lexikon

Haushaltsbegleitgesetz

Sowohl für die private Krankenversicherung, als auch für die gesetzliche Krankenversichung, hat das Haushaltsbegleitgesetz  von 1984 verschiedene Auswirkungen. Bei gesetzlich Versicherten kommt es zu einer höheren Beitragspflicht bei Einmalzahlungen,  wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld.

Für gesetzlich Krankenversicherte führte das Haushaltsbegleitgesetz zu einer Kürzung von 13,7 % beim Krankengeld, als Arbeitnehmerbetrag werden davon folgende Beträge abgeführt:
- 3,25 % zur gesetzlichen Arbeitslosenversicherung
- 9,60 % zur gesetzlichen Rentenversicherung
- 0,85 % zur sozialen Pflegeversicherung
Am 1. Janurar 2005 erfolgte durch eine Anpassung im Haushaltsbegleitgesetz für Kinderlose ein Beitragszuschlag von 0,25 % bei der Pflegeversicherung, womit sich der Arbeitnehmeranteil auf 1,1 % erhöht hat.
Bei privaten Krankenversicherungen hat das Haushaltsbegleitgesetz keine Kürzungen des Tagegeldes im Krankheitsfall,zur Folge. Die Beiträge der Arbeitslosenversicherung werden vom privaten Krankenversicherungsverband komplett übernommen. Ob die Zahlung von freiwilligen Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung nach Ablauf der 6-wöchigen Gehalts- und Lohnfortzahlung sinnvoll ist, sollte der Versicherungsnehmer beim Rentenversicherungsträger nachfragen.


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