Private Krankenversicherung Lexikon

Medizinischer Dienst

Als medizinischer Dienst der Krankenkassen (MDK) wird eine unabhängige Beratungsstelle der Kranken- und Pflegeversicherung eingesetzt, um die Vorgaben des Gesetzgebers nach ausreichender, zweckmäßiger und wirtschaftlicher Versorgung der Versicherten einzuhalten und umzusetzen. Beratend unterstützt der medizinischer Dienst dabei die gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherungen.

Medizinischer Dienst

bedeutet auch, die Kranken in gesundheitlichen Versorgungsfragen zu beraten sowie pflegerische und medizinische Leistungen durch Gutachter zu bewerten, wobei sozialrechtliche Vorgaben und der aktuelle Stand der Wissenschaft bindend sind.

Medizinischer Dienst

der Krankenkassen stellt eine Gemeinschaftseinrichtung der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung aus jedem Bundesland dar, welche jeweils als eigenständige Arbeitsgemeinschaft organisiert ist. Insgesamt gibt es 15 MDKs, wobei sich Berlin und Brandenburg (MDK Berlin-Brandenburg) ebenso wie Hamburg und Schleswig-Holstein (MDK Nord) zusammengeschlossen haben. In Nordrhein-Westfalen gibt es dagegen den MDK Nordrhein und den MDK Westfalen-Lippe. Die Kosten medizinischer Dienst teilen sich die Kassen auf Landesebene, die Kontrollfunktion hat der Bund.

Die Aufgaben als medizinischer Dienst der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung sind im § 275 SGB V definiert, er hilft u.a. bei folgenden Fragen:

  • Verordnung von Heil-, Hilfs-, Verbands- und Arzneimitteln
  • Dauer und Notwendigkeit von häuslicher Pflege
  • Qualitätssicherung der Versorgung
  • Notwendigkeit und Dauer einer Behandlung im Krankenhaus
  • Weiterentwicklung der Vergütungssysteme
  • Arbeitsunfähigkeit, Krankenhausplanung
  • Dauer, Umfang, Art und Notwendigkeit von Rehabilitationsmaßnahmen und Leistungen
  • Wirtschaftlichkeit der Untersuchungs- und Behandlungsmethoden


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