Private Krankenversicherung Lexikon

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen bezeichnen die auftretende Wirkung eines

Arzneimittel

, dass neben der beabsichtigten Hauptwirkung auftritt, im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff unerwünschte Nebenwirkungen verwendet. In einigen Fällen können die auftretenden Nebenwirkungen auch einen positiven Effekt, neben der Hauptwirkung, auf eine Krankheit haben. Darüberhinaus kann auch die Entwicklung einer Abhängigkeit gegenüber den Nebenwirkungen beobachtet werden, wobei Nebenwirkungen nach einer Überdosierung (keine bestimmungsmäßiger Gebrauch) oder bei

Wechselwirkungen

mit anderen Substanzen, abzugrenzen sind.

Nebenwirkungen können unterteilt werden in:
- dosisunabhängige Nebenwirkungen, z.B. Überempfindlichkeit
- dosisabhängige und Arzneistofftype Nebenwirkunen
Arzt und Patient müssen, je nach Schwere der Erkrankung selber abwägen, ob das Risiko der Nebenwirkungen den Nutzen des Medikamentes aufwiegt, aber manchmal können Nebenwirkungen auch erwünschte Effekte haben.

Nebenwirkungen können unter dem Aspekt der Pharmakoviglanz klassiviziert werden in:
- unvorhergesehene Nebenwirkungen = wurden vorher noch nicht beobachtet
- schwerwiegende Nebenwirkungen = tödlich oder lebensbedrohend, bleibende Behinderung oder Invalidität

Im Sinne der

Arzneimittelsicherheit

sind Pharmaunternehmen verpflichtet, alle bekannten Nebenwirkungen eines Medikamentes zu sammeln, auszuwerten und in der Fachinformation des Medikamentes sowie im Beipackzettel anzugeben. Der Hersteller haftet gemäß § 84

Arzneimittelgesetz

(AMG) für alle nicht in den Produktinformationen angegebenen Nebenwirkungen. Wenn ein Patient nach der Anwendung des Medikamentes unerwünschte Veränderungen feststellt, sollte dies unbedingt dem Arzt oder

Apotheker

mitgeteilt werden, diese Verdachtsfälle werden dann an die Arzneimittelkommission gemeldet.


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