Private Krankenversicherung Lexikon

Notfallpraxis

Die

Notfallpraxis

ist eine Anlaufstelle zur Akutversorgung im Krankenhaus und ist Teil der Notfallmedizin. In jedem Krankenhaus mit Ausnahme von privaten

Kliniken

oder Reha-Krankenhäusern existiert eine

Notfallpraxis

, die 24 Stunden geöffnet ist und medizinische Hilfe leistet. In der

Notfallpraxis

werden nur Notfälle behandelt und normalerweise erfolgt dort auch keine gewöhnliche ambulante Betreuung. Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen werden dort ebenfalls nicht ausgestellt.

Kliniken

, die über eine unfallchirurgische Abteilung verfügen, haben die

Notfallpraxis

dort räumlich angegliedert und behandeln dort häufig Arbeitsunfälle, für die dann auch eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt werden darf.

In der

Notfallpraxis

werden Patienten nicht immer in der Reihenfolge ihres Eintreffens behandelt, sondern es geht hier nach Dringlichkeit, wobei die richtige Einschätzung des Patienten daher eine sehr wichtige Maßnahme in der

Notfallpraxis

ist. In diesem Zusammenhang werden von jedem Patienten die Vitalfunktionen (Puls, Atemfrequenz, Blutdruck) und zusätzlich Werte wie Herzfrequenz oder Sauerstoffsättigung gemessen. Wie dringlich die Behandlung ist, kann dann bereits anhand von Checklisten und Flussdiagrammen vom Pflegepersonal eingeschätzt werden. Für länger dauernde Behandlungen und vor notwendiger stationärer Aufnahme verfügen einige Notaufnahmen über eine eigene Bettenstation.

Nach erfolgreicher Behandlung in der

Notfallpraxis

muss von den Ärzten entschieden werden, ob der Patient weiter stationär im Krankenhaus behandelt wird oder ob der Patient aus der

Notfallpraxis

entlassen werden kann. In der

Notfallpraxis

sind normalerweise Ärzte aus verschiedenen Fachgebieten (Unfallchirurgen, Internisten etc.) tätig, die in kollegialer Absprache alleine oder gemeinsam am Patienten tätig sind.


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