Private Krankenversicherung Lexikon

Pflegegeld PKV

Das Pflegegeld ist eine Sozialleistung für pflegebedürftige Personen und soll ein selbstbestimmtes und nach persönlichen Bedürfnissen orientiertes Leben dieser Menschen ermöglichen. Zuständig für das Pflegegeld ist jener Entscheidungsträger, der die Rente oder Pension auszahlt und richtet sich nach der Grundleistung.

Anspruch auf Pflegegeld wird gewährt, wenn eine

Pflegebedürftigkeit

vorliegt und der permanente Pflege- und Betreuungsaufwand mehr als 50 Stunden pro Monat beträgt, dabei voraussichtlich mindestens 6 Monate andauert.

Anhand dieser Anspruchsvoraussetzungen wird Pflegegeld vom Bund nach dem Bundespflegegeldgesetz gewährt, wenn folgende Bezüge vorliegen:
  • eine Pension aus der gesetzlichen Sozialversicherung
  • ein Beamtenruhegenuss des Bundes
  • eine Vollrente aus der Unfallversicherung
  • eine Beihilfe aus der Heeres- oder Kriegsopferversorgung, Impfschaden-, Opferfürsorge- oder Verbrechensopfergesetz

Das Pflegegeld ist eine einkommensunabhängige Leistung und abhängig vom jeweils erforderlichen Pflegeaufwand, es wird monatlich ausbezahlt und in 7 Stufen unterteilt:
  • Stufe 1 = Pflegeaufwand über 50 Std. = 154,20 Euro Pflegegeld
  • Stufe 2 = Pflegeaufwand über 75 Std. = 284,30 Euro Pflegegeld
  • Stufe 3 = Pflegeaufwand über 120 Std. = 442,90 Euro Pflegegeld
  • Stufe 4 = Pflegeaufwand über 160 Std. = 664,30 Euro Pflegegeld
  • Stufe 5 = über 180 Std. + dauernde Bereitschaft = 902,30 Euro Pflegegeld
  • Stufe 6 = über 180 Std. + unkoordinierte Betreuung = 1.242,00 Euro Pflegegeld
  • Stufe 7 = über 180 Std. + Bewegungsunfähigkeit = 1.655,80 Euro Pflegegeld

Ab dem 1. Januar 2009 gibt es Erschwerniszuschläge für:
a) schwer geistig oder psychisch behinderte, besonders

Demenzkranke

ab dem vollendeten 15. Lebensjahr - monatlich 25 Std.
b) schwerst behinderte Jugendliche und Kinder
  • bis zum vollendetem 7. Lebensjahr - monatlich 50 Std.
  • ab dem vollendeten 7. bis zum vollendeten 15. Lebensjahr - monatlich 75 Std.


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