Private Krankenversicherung Lexikon

Pflegegesetz

Am 1. Juli 2008 trat das neue Pflegegesetz in Kraft, dadurch sollten alle wichtigen Fragen zum Thema Pflege beantwortet werden, zudem sollen die Bundesbürger mit dem neuen Pflegegesetz endlich entscheiden können, ob eine zusätzliche Privatversicherung notwendig ist oder nicht. Denn obwohl die Beiträge zur gesetzlichen Versicherung und damit auch die Leistungen gestiegen sind, warnen die Experten vor einer Unterversorgung.

Mit dem neuen Pflegegesetz wurden auch die Beiträge angepasst, diese belaufen sich jetzt bei verheirateten auf 1,95% des Bruttolohnes und bei unverheirateten sind es 2,2%, die aber zu 50% vom Arbeitgeber getragen werden. Allerdings wurden im Pflegegesetz dadurch auch die Pflegesätze erhöht. Diese betragen für die

Pflegestufe

I jetzt 420 Euro, für die

Pflegestufe

II sind es 980 Euro und bei

Pflegestufe

III nun 1470 Euro. Weitere Erhöhungen der Pflegesätze wurden im Pflegegesetz beschlossen und zwar ab 2010 auf 440/1049/1510 Euro und ab 2012 auf 450/1100/1550 Euro.
Bei vollstationärer Pflege sind die Sätze der

Pflegestufe

I und II gleich geblieben, nur in der

Pflegestufe

III gibt es eine Erhöhung von 1432 auf 1470 Euro, die dann 2010 und 2012 weiter ausgebaut wird. Aber gerade für

Demenzkranke

ohne körperliche

Pflegebedürftigkeit

, die dennoch hilfebedürftig sind, wurde der Pflegesatz von jetzt 460 Euro pro Jahr auf bis zu 200 Euro pro Monat erhöht. In Härtefällen gibt es für Heimaufenthalte jetzt sogar 1750 Euro pro Monat, ab 2010 werden es 1825 Euro pro Monat und ab 2012 immerhin 1918 Euro pro Monat.


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