Private Krankenversicherung Lexikon

Pflegestufe 1

Damit die Pflegekassen Leistungen für die

Pflegestufe

1 übernehmen, muss von der antragsberechtigten Person ein

Antrag

gestellt werden. Eine rückwirkende Antragstellung ist nicht möglich. Werden Leistungen nur befristet genehmigt, muss nach dieser Frist ein neuer

Antrag

gestellt werden.

Nachdem der

Antrag

für die

Pflegestufe

1 gestellt wurde, wird durch die Pflegekasse ein Gutachten in Auftrag gegeben, welches entweder durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen oder durch den sozialmedizinischen Dienst bei knappschaftlich Versicherten angefertigt wird. Bei privat Versicherten wird dieses Gutachten durch die eigens dafür gegründete Medicproof GmbH erstellt.

Für die Zuordnung in die

Pflegestufe

1 ist der Zeitaufwand ausschlaggebend, den Familienangehörige oder nicht als

Pflegekraft

ausgebildete Pflegepersonen benötigen, um die nötige Hilfe für alle maßgeblichen Verrichtungen beim täglichen Ablauf zu leisten. Dabei werden

Grundpflege

und hauswirtschaftliche Versorgung zeitlich getrennt betrachtet.
Die

Pflegestufe

1 bedeutet jetzt, dass eine erhebliche

Pflegebedürftigkeit

vorliegt, wo der durchschnittliche Hilfebedarf mindestens 90 Minuten pro Tag beträgt, aber für die

Grundpflege

dabei mehr als 45 Minuten täglich anfallen.


zurück