Private Krankenversicherung Lexikon

Pflegestufe 1

Damit die Pflegekassen Leistungen für die

Pflegestufe

1 übernahmen, musste von der antragsberechtigten Person ein

Antrag

gestellt werden. Eine rückwirkende Antragstellung war nicht möglich. Wurden Leistungen nur befristet genehmigt, musste nach dieser Frist ein neuer

Antrag

gestellt werden.

Nachdem der

Antrag

für die

Pflegestufe

1 gestellt wurde, wurde durch die Pflegekasse ein Gutachten in Auftrag gegeben, welches entweder durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen oder durch den sozialmedizinischen Dienst bei knappschaftlich Versicherten angefertigt wurde. Bei privat Versicherten wurde dieses Gutachten durch die eigens dafür gegründete Medicproof GmbH erstellt.

Für die Zuordnung in die

Pflegestufe

1 war der Zeitaufwand ausschlaggebend, den Familienangehörige oder nicht als

Pflegekraft

ausgebildete Pflegepersonen benötigten, um die nötige Hilfe für alle maßgeblichen Verrichtungen beim täglichen Ablauf zu leisten. Dabei wurden

Grundpflege

und hauswirtschaftliche Versorgung zeitlich getrennt betrachtet.

Die

Pflegestufe

1 bedeutete, dass eine erhebliche

Pflegebedürftigkeit

vorlag, wobei der durchschnittliche Hilfebedarf mindestens 90 Minuten pro Tag betrug, aber für die

Grundpflege

dabei mehr als 45 Minuten täglich anfielen. Die

Pflegestufen

gibt es nicht mehr, sie wurden am 1. Januar 2017 durch die Pflegegrade ersetzt.


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