Private Krankenversicherung Lexikon

Pflegestufe 2

Um von Pflegekassen Leistungen für die

Pflegestufe

2 zu bekommen, musste von der antragsberechtigten Person ein entsprechender

Antrag

gestellt werden, der nicht rückwirkend gestellt werden konnte. Wurden Leistungen nur befristet genehmigt, musste nach dieser Frist ein neuer

Antrag

gestellt werden.

Nach Antragstellung für die

Pflegestufe

2 wurde durch die Pflegekasse ein Gutachten in Auftrag gegeben, entweder durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen oder durch den sozialmedizinischen Dienst bei knappschaftlich Versicherten. Bei privat Versicherten wurde dieses Gutachten durch die eigens dafür gegründete Medicproof GmbH erstellt.

Für die Einstufung in die

Pflegestufe

2 war der Zeitaufwand ausschlaggebend, den Familienangehörige oder nicht als

Pflegekraft

ausgebildete Pflegepersonen benötigten, um die nötige Hilfe für alle maßgeblichen Verrichtungen beim täglichen Ablauf zu leisten. Dabei wurden

Grundpflege

und hauswirtschaftliche Versorgung zeitlich getrennt betrachtet.

Pflegestufe

2 besagte, dass eine schwere

Pflegebedürftigkeit

vorlag und der durchschnittliche Hilfebedarf mindestens 180 Minuten pro Tag betrug, wobei für den Grundpflegebedarf mindestens 120 Minuten täglich anfielen.

Seit dem 1. Januar 2017 gibt es keine

Pflegestufen

mehr, sondern Pflegegrade, die allerdings auch eine andere Staffelung haben.


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