Private Krankenversicherung Lexikon

Pflegestufe 3

Damit Pflegekassen Leistungen für die

Pflegestufe

3 übernahmen, musste die antragsberechtigten Person einen

Antrag

stellen. Wurden Leistungen nur befristet genehmigt, war nach dieser Frist ein neuer

Antrag

zu stellen.

Nach dem

Antrag

für die

Pflegestufe

3 wurde durch die Pflegekasse ein Gutachten in Auftrag gegeben, entweder durch den sozialmedizinischen Dienst bei knappschaftlich Versicherten oder durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen. Für privat Versicherte war hier die eigens dafür gegründete Medicproof GmbH zuständig.

Für die Entscheidung in die

Pflegestufe

3 war der Zeitaufwand ausschlaggebend, den Familienangehörige oder nicht als

Pflegekraft

ausgebildete Pflegepersonen benötigten, um die entsprechende Hilfe für alle maßgeblichen Verrichtungen beim täglichen Ablauf zu leisten. Dabei wurden hauswirtschaftliche Versorgung und

Grundpflege

zeitlich getrennt betrachtet.

In der

Pflegestufe

3 lag schwerste

Pflegebedürftigkeit

vor, bei der der durchschnittliche Hilfebedarf mindestens 300 Minuten und der Anteil zur

Grundpflege

mehr als 240 Minuten pro Tag betragen mussten. Überstieg der Pflegeaufwand das Maß der

Pflegestufe

3 bei weitem, konnten zur Vermeidung von besonderer Härte zusätzliche Pflegesachleistungen und vollstationäre Pflegeleistungen gewährt werden. Die

Pflegestufen

wurden zum 1. Januar 2017 durch die Pflegegrade ersetzt.


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