Private Krankenversicherung Lexikon

Pflegestufe

Die soziale Pflegeversicherung gehört seit dem 1. Januar 1995 zu den Pflichtversicherungen, sie soll das Risiko der Pflegebedürftigen absichern, die aufgrund der Schwere der

Pflegebedürftigkeit

auf solidarische Hilfe angewiesen sind.

Bevor am 1. Januar 2017 Pflegegrade eingerichtet wurden, gab es die

Pflegestufe

in 3 verschiedenen Staffelungen, die jeweils darüber entschieden, in welcher Höhe ein pflegebedürftiger Versicherungsnehmer Leistungen von der Pflegeversicherung bekam. Bei den gesetzlichen Krankenkassen wurde diese Entscheidung vom medizinischen Dienst getroffen und bei den privaten Krankenkassen übernahm Medicproof die Zuordnung der

Pflegestufe

. Die jeweilige Pflege der einzelnen

Pflegestufe

konnte von einem Familienangehörigen oder einer ausgebildeten medizinischen Fachkraft erbracht werden.

In welche

Pflegestufe

der Pflegebedürftige eingeteilt wurde, richtete sich nach dem Hilfebedarf, die der Pflegebedürftige bei den täglichen Verrichtungen benötigte. Dazu zählte die häusliche Versorgung wie Kochen, Putzen, Wäsche waschen und Einkaufen auf der einen Seite. Auf der anderen Seite erfolgte eine Beurteilung durch den Hilfeanspruch bei der

Grundpflege

wie z.B.: Mobilität (An- und Auskleiden, Stehen, Gehen etc.), Körperpflege (Baden, Zahnpflege, Waschen etc.) und Ernährung (Aufnahme und Zubereitung der täglichen Mahlzeiten).

Die einzelne

Pflegestufe

war folgendermaßen unterteilt:

Pflegestufe

1 = erhebliche

Pflegebedürftigkeit

in der

Grundpflege

- mindestens einmal täglich. Dazu Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung von mindestens 90 Min.

Pflegestufe

2 = schwere

Pflegebedürftigkeit

in der Körperpflege und Ernährung - mindestens dreimal täglich. Der durchschnittliche Zeitaufwand musste 3 Stunden betragen.

Pflegestufe

3 = schwerst pflegebedürftig in der

Grundpflege

- täglich rund um die Uhr, also auch nachts. Der Zeitaufwand musste mindestens 5 Stunden betragen.


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