Private Krankenversicherung Lexikon

Pflegestufen

Die soziale Pflegeversicherung gehört seit dem 1. Januar 1995 zu den Pflichtversicherungen, sie soll das Risiko der Pflegebedürftigen absichern, die aufgrund der Schwere der

Pflegebedürftigkeit

auf solidarische Hilfe angewiesen sind. Es gibt insgesamt drei verschiedene Pflegestufen die jeweils darüber entscheiden, in welcher Höhe ein pflegebedürftiger Versicherungsnehmer Leistungen von der Pflegeversicherung bekommt. Bei den gesetzlichen Krankenkassen wird diese Entscheidung vom medizinischen Dienst getroffen und bei den privaten Krankenkassen übernimmt Medicproof die Zuordnung der Pflegestufen. Die jeweilige Pflege in den einzelnen Pflegestufen kann von einem Familienangehörigen, oder einer ausgebildeten medizinischen Fachkraft, erbracht werden.

In welche Pflegestufen der Pflegebedürfte eingeteilt wird richtet sich nach dem Hilfebedarf, die der Pflegebedürftige bei den täglichen Verrichtungen benötigt. Dazu zählt die häusliche Versorgung, wie Kochen, Putzen, Wäsche waschen, und Einkaufen auf der einen Seite. Auf der anderen Seite erfolgt eine Beurteilung durch den Hilfeanspruch bei der

Grundpflege

wie z.B.: Mobilität (An- und Auskleiden, Stehen, Gehen etc.), Körperpflege (Baden, Zahnpflege, waschen etc.) und Ernährung (Aufnahme und Zubereitung der täglichen Mahlzeiten).

Die einzelnen Pflegestufen sind folgendermaßen unterteilt:

Pflegestufe

1 = erhebliche

Pflegebedürftigkeit

in der

Grundpflege

mindestens einmal täglich. Dazu Hilfe bei der
                       hauswirtschaftlichen Versorgen von mindestens 90 Min.

Pflegestufe

2 = schwere

Pflegebedürftigkeit

in der Körperpflege und Ernährung mindestens dreimal täglich. Der
                       durchschnittliche Zeitaufwand muß 3 Stunden betragen.

Pflegestufe

3 = schwerst pflegebedürftig in der

Grundpflege

täglich rund um die Uhr, also auch Nachts. Der
                       Zeitaufwand muß mindestens 5 Stunden betragen.


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