Private Krankenversicherung Lexikon

Pflegeversicherung PKV

In Bezug auf

Pflegebedürftigkeit

dient die Pflegeversicherung als zusätzliche Absicherung der normalen Krankenversicherungen. Dabei existiert die Pflegeversicherung seit dem 1. Januar 1995 als 5. Versicherung des Sozialversicherungssystems. Personen, die Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung sind, sind dadurch automatisch in der gesetzlichen Pflegeversicherung versichert. Neben der Pflegeversicherung in den gesetzlichen Krankenversicherungen existiert auch eine private Pflegeversicherung, deren Mitglieder sich ebenfalls zusätzlich versichern lassen müssen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit für gesetzlich Versicherte, ebenfalls eine private Pflegeversicherung abzuschließen.

Die Kosten der gesetzlichen Pflegeversicherung betragen 1,7 % vom Einkommen, Versicherte ohne Kinder müssen weitere 0,25 % des Einkommens an die Pflegeversicherung bezahlen, wenn sie sich im Alter von 23 bis 64 Jahren befinden. Daneben sind die Kosten der privaten Pflegeversicherung einkommensabhänig, wobei Faktoren wie aktueller Gesundheitszustand und Eintrittsalter für die Beitragshöhe eine große Bedeutung haben. Gesonderte Regelungen zur Beitragshöhe der privaten Pflegeversicherung gibt es für einzelne Personengruppen wie Auszubildende, Studenten, Behinderte oder Kinder.
Entgegen den individuellen Beiträgen der privaten Krankenversicherung existiert für die private Pflegeversicherung ein Höchstbeitrag, der sich am Höchstsatz der gesetzlichen Pflegeversicherung orientiert und 1,7 % des Einkommens nicht überschreiten darf. Bei den Leistungen der Pflegeversicherung wird unterschieden zwischen sachlichen und finanziellen Leistungen, die sowohl an Verwandte und Angehörige gezahlt werden können, als auch an entsprechende Pflegedienste.


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