Private Krankenversicherung Lexikon

Privatpatienten

Privatpatienten sind Personen, die vom Arzt, dem Krankenhaus, der Apotheke und sonstigen Leistungserbringern  deren Honorare und Entgelte direkt in Rechnung gestellt werden. Die Privatpatienten gehen demnach einen zeitweiligen  Behandlungsvertrag mit dem Behandler ein, wobei sich das Honorar nach der

Gebührenordnung

für Ärzte regelt und  mit  höherem Schwierigkeitsgrad auch verschiedene Steigerungssätze  ermöglicht.
 

Vorteile

der Privatpatienten:

- für den Arzt entfällt die Wirtschaftlichkeitsprüfung der Krankenkasse und
  er kann ohne Einschränkung im Budget die zweckmäßigen Medikamente
  und Anwendungen verschreiben
- dem Selbstzahler erwarten durch das bessere Honorar eine bessere
  fachliche Betreuung und eine bevorzugte  terminliche  Berücksichtigung.

Nachteile

der Privatpatienten:

- es besteht die Gefahr von unnötig verordneten Behandlungen, Untersuchungen und von
  Rechnungspositionen, die nicht komplett durch die gewählte Versicherungsform abgedeckt sind.
 
Der Gebührensatz für Privatpatienten wird oft mit dem Steigerungssatz vom 2,3-fachen der

Gebührenordnung

für Ärzte  angesetzt, ist aber begründet auch bis zum 3,5-fachen zulässig. Bei technischen Leistungen ist das 1,7-fache üblich.  Privatpatienten haben einen eigenen Verwaltungsaufwand, durch die Beantragung der Erstattung und die Begleichung der  Rechnung. Durch die finanzielle Belastung der Vorfinanzierung bieten viele private Krankenversicherung eine ähnliche  Krankenversicherungskarte an, wie bei den gesetzlichen Krankenkassen und rechnen direkt mit dem Arzt ab.


zurück