Private Krankenversicherung Lexikon

Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung

Wenn Sie bisher privat krankenversichert waren und nun gern zurück in die gesetzliche Krankenversicherung möchten, so ist dies leider nur dann möglich, wenn Sie bestimmte

Voraussetzungen

erfüllen. Durch die aktuelle Gesundheitsreform wurde die Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung seit dem 1. April 2007 noch weiter erschwert. Auf diese Weise will der Gesetzgeber verhindern, dass ein gut verdienender Angestellter in seiner Jugend von den günstigen Beiträgen der privaten Krankenversicherungen profitiert und dann im Alter oder bei Krankheit, wenn die Beiträge steigen, einfach zurück in die gesetzliche Krankenversicherung wechselt.

Arbeitnehmer haben nur dann die Möglichkeit der Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung, wenn sich ihr Jahresarbeitsentgelt verringert und dauerhaft unter der Beitragsbemessungsgrenze von derzeit 48.600 Euro pro Jahr bleibt. Dies erreichen Sie am leichtesten dadurch, dass Sie entweder den Arbeitsplatz wechseln und sich eine niedriger entlohnte Tätigkeit suchen oder dass Sie die Arbeitszeit an Ihrem bisherigen Arbeitsplatz verringern und zum Beispiel von einer Vollzeit- in eine Teilzeittätigkeit wechseln. Diese Möglichkeit ist vor allem kurz vor dem Erreichen des Rentenalters sinnvoll, da Sie sich anschließend auch als Rentner weiter freiwillig gesetzlich versichern können.

Eine andere Möglichkeit der Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung besteht, wenn Sie sich arbeitslos melden. Sowohl Empfänger von

Arbeitslosengeld

I als auch Empfänger von

Arbeitslosengeld

II sind automatisch in einer gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert. Welche Kasse dies sein soll, können Sie als Arbeitsloser frei wählen.
Wenn Sie zu einem früheren Zeitpunkt bereits einmal gesetzlich krankenversichert waren und aus irgendeinem Grund ihre Versicherung verloren haben, können Sie seit dem 1. April 2007 wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zurück. Die Krankenkassen sind jetzt sogar verpflichtet, Sie wieder aufzunehmen und Sie dürfen Ihre Versicherung auch nicht mehr, zum Beispiel wegen Beitragsrückständen, kündigen. Können Sie selbst die monatlichen Beiträge nicht aufbringen, übernimmt der zuständige Sozialversicherungsträger hierfür die Kosten.


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