Private Krankenversicherung Lexikon

Selbstbeteiligung

Der Begriff Selbstbeteiligung, Franchise bzw. Kostenbeteiligung bezeichnet einen Prozess im Versicherungswesen, bei welchem der Versicherungsnehmer im

Versicherungsfall

einen bestimmten Anteil der Kosten selber tragen muss. Die Selbstbeteiligung wird in einem prozentualen oder absoluten Anteil gesetzlich festgelegt und wird vertraglich vereinbart.

Die private Krankenversicherung
Die Versicherung entrichtet nur diejenigen Leistungen, die über die Selbstbeteiligung hinausgehen. So können Versicherungen ihre Leistungen mit einer wesentlich günstigeren Prämie anbieten. Bei der privaten Krankenversicherung gilt generell das Erstattungsprinzip, der Versicherte erhält im Falle einer Selbstbeteiligung keine Erstattungsleistungen. Durch den Selbstbehalt erreicht der Versicherungsnehmer, dass kleinere Rechnungen nicht mit ihm abgerechnet werden, so können Verwaltungskosten eingespart werden. Viele private Krankenversicherungen bieten den Versicherungsnehmern bei Nichtinanspruchnahme der jeweiligen

Versicherungsleistungen

auch eine Rückzahlung der Beiträge an. Bei der privaten Krankenkasse muss nach wie vor eine wesentlich geringere Selbstbeteiligung entrichtet werden als bei der gesetzlichen Krankenkasse. Die private Krankenversicherung schneidet also auch an dieser Stelle wesentlich besser ab. Auch der Umfang an anderen medizinischen Leistungen ist äußert hoch, dafür müssen zumeist jedoch auch höhere Beiträge gezahlt werden.

Hintergründe der Selbstbeteiligung
Die Selbstbeteiligung von Patienten besitzt mehrere Hintergründe, in erster Linie soll diese die Kosten dämpfen. So werden nicht nur die Ausgaben der Versicherungsträger minimiert, sondern auch die Versicherungsnehmer von Gesundheitsleistungen abgeschirmt. Umso höher die

Zuzahlungen

sind, desto höher ist die Anzahl von Personen, die ihre Gesundheitsleistungen nicht in Anspruch nehmen. Dieser Effekt ist allerdings noch sehr umstritten, allgemein wird er als Steuerungseffekt bezeichnet.


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