Private Krankenversicherung Lexikon

Sozialversicherungspflicht

Die Sozialversicherungspflicht bezeichnet den grundsätzlichen Versicherungszwang und das Zustandekommen  der Versicherung kraft Gesetzes. Die Sozialversicherungspflicht gilt für die Pflege-, Renten-, Kranken- und  Unfallversicherung, basierend auf folgenden Rechtsgrundlagen:

a) Krankenversicherung = § 5 SGB V und § 2 KVLG 1989
b) Pflegeversicherung = §§ 20 ff. SGB XI
c) Rentenversicherung = §§ 1 ff. SGB VI
d) Arbeitslosenversicherung = § 25 ff. SGB III
e) Unfallversicherung = § 2 SGB VII

 
Grundsätzlich gilt die Sozialversicherungspflicht für folgende Personen:
- alle Beschäftigten, Auszubildenden,

Praktikanten

, Renter, Studenten, Handwerker, Künster
  und Publizisten, selbstständige Landwirte (inkl. mitarbeitende Familienangehörige)
- bestimmte behinderte Menschen
- Bezieher von ALG I oder ALG II (Hartz IV), von Übergangsgeld oder anderen Entgeltersatzleistungen
- Rückkehrer aus dem Ausland, die irgendwann gesetzlich krankenversichert waren und nicht privat versichert sind.
 
Keine Sozialversicherungspflicht besteht für:
- Selbstständige, z.B. Unternehmer, Künstler, Handwerker etc.
-

Freiberufler

, z.B. Ärzte, Rechtsanwälte etc.
- Beamte, Richter, Lehrer (an Privatschulen), etc.
- Soldaten der Bundeswehr
- geringfügig Beschäftigte (Minijob)
- ausländische Besatzungsangehörige deutscher Schiffe, die ihren Wohnsitz im Ausland haben
- Mitglieder von Vorständen


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