Private Krankenversicherung Lexikon

Suchtklausel

Die Suchtklausel besagt, dass alle Krankheiten und deren entstehenden Folgekosten vom Versicherungsschutz der

Krankenhaustagegeld

- und Krankheitskostenversicherungen ausgeschlossen sind, wenn diese durch eine Sucht  verursacht wurden. Die Begründung für die Suchtklausel war, dass die Entschädigungsleistungen und Behandlungsfolgen bei Suchtkranken unvorhersehbar sind und durch die Erstattung aller Kosten diese Sucht nicht noch weiter gefördert wird.

In der Suchtklausel wird Sucht definiert, wenn die Person von einem oder mehreren Suchtmitteln, anderen Personen oder Verhaltensweisen abhängig ist und die Süchtigen ohne das Suchtmittel nicht mehr leben können. Allgemein zählt zur Sucht die Abhängigkeit von Drogen, Nikotin und Alkohol, neuerdings werden auch Suchtformen wie Ess- und Brechsucht, sowie Sucht nach Beziehungen dazugezählt.
In den Musterbedingungen der heutigen Suchtklausel werden nur noch Entziehungsmaßnahmen einschließlich Erziehungskuren von der Erstattung ausgeschlossen, so dass alle unmittelbaren

Unfall

- und Krankheitsfolgen der Sucht vom Versicherungsschutz umfasst werden.


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