Private Krankenversicherung Lexikon

Versicherungsfremde Leistungen

Versicherungsfremde Leistungen sind die Gewährung von geldwerten Vorteilen oder Zahlungen, die dem Grundsatz nach nicht in die Versicherung gehören, die aber im Interesse des Staates liegen.

In der gesetzlichen Krankenversicherung oder auch in der gesetzlichen Rentenversicherung gibt es versicherungsfremde Leistungen, zu denen zählen:
- Schwangerschaftsabbruch
- Sterilisation
- Empfängnisverhütung
- beitragsfreie

Familienversicherung


- Mutterschaftsgeld
- Leistungen während der Schwangerschaft

Durch das Modernisierungsgesetz der gesetzlichen Krankenversicherungen wird sich der Bund mit einer Pauschale an den Aufwendungen für versicherungsfremde Leistungen beteiligen, sodass ein Teil der versicherungsfremden Leistungen nicht mehr von der Gemeinschaft der gesetzlich Krankenversicherten bezahlt wird, sondern durch Steuermittel finanziert wird.

Die Höhe der pauschalen Aufwendungen belaufen sich pro Jahr auf:
- 2005 = 2,5 Milliarden Euro
- 2006 = 4,2 Milliarden Euro
- 2007/2008 = 2,5 Milliarden Euro
- 2009 = 7,2 Milliarden Euro
- 2010 = 11,8 Milliarden Euro
Um die gesetzlichen Krankenversicherungen finanziell zu entlasten, wird debattiert, ob versicherungsfremde Leistungen auch weiterhin im Leistungskatalog bleiben oder ersatzlos gestrichen werden. Dadurch könnte der Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung gesenkt und eine Kostenreduktion erreicht werden.


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