Private Krankenversicherung Lexikon

Versorgungsausgleich

Im Falle einer Scheidung dient der Versorgungsausgleich zur gerechten Verteilung von Gütern, die in der Ehezeit erworben wurden und der während dieser Zeitspanne erworbenen Versorgungsanwartschaften. Der Versorgungsausgleich besagt, dass ein Ehepartner, der mehr Versorgungsanwartschaften erworben hat als der andere, die Hälfte seines Überschusses an den Ehepartner abgeben muss. Durch diesen Versorgungsausgleich wird gewährleistet, dass auch der Ehepartner, der wegen Kindererziehung auf eine eigene Erwerbstätigkeit verzichtet hat, eine eigenständige Absicherung im Alter und bei Invalidität aufweisen kann. Deshalb unterliegen dem Versorgungsausgleich Anwartschaften auf  Pensions- und Rentenansprüchen sowie Anwartschaften aus der betrieblichen Altersfürsorge.

Nach der rechtsgültigen Scheidung endet die Krankenhilfe des Ehegatten, der in der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert wurde. Dieser muss dann als freiwillig Versicherter der gesetzlichen Krankenversicherung beitreten, allerdings ohne Ausschluss von Kassenleistungen für bereits bestehende Krankheiten. Der freiwillige Krankenkassenbeitritt muss innerhalb von 3 Monate nach der rechtskräftigen Scheidung erfolgen, Kinder aus dieser Ehe, die überwiegend vom gesetzliche Versicherten ernährt werden, bleiben auch weiterhin durch das Krankenkassenmitglied versichert nach  § 10 SGB V. 
Der geschiedene Ehepartner bleibt in der privaten Krankenversicherung weiter versichert, wenn der Versicherte den Vertrag nicht kündigt. Darüber hinaus kann vereinbart werden, dass die Versicherungsbeiträge für den mitversicherten Partner weiterhin vom Versicherten geleistet werden und dass die Versicherung ausschließlich mit Einverständnis des Partners  gekündigt werden kann. Allerdings kann der mitversicherte Ehepartner auch selbst die private Krankenversicherung fortführen oder zur gesetzlichen Krankenversicherung wechseln.


zurück