Private Krankenversicherung Lexikon

Vertragsänderung

In der privaten Krankenversicherung hat der Versicherte die Möglichkeit, eine Vertragsänderung des bestehenden Versicherungsverhältnisses vorzunehmen und an veränderte Lebensverhältnisse anzupassen. Die Zustimmung zur Vertragsänderung bedarf des Treuhänders und kann möglicherweise auch für das laufende Versicherungsjahr  gewährt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Versicherungsnehmer jederzeit über einen Versicherungsschutz verfügen, der dem aktuellen Stand des Gesundheitswesens und der geltenden Rechtslage angepasst ist.

Eine der folgenden

Voraussetzungen

muss für eine Vertragsänderung erfüllt werden:

a) bestimmte

Versicherungsbedingungen

wurden unwirksam
b) eine dauerhafte Veränderung des Gesundheitswesens wurde vorgenommen
c) die Rechtsprechung oder die Verwaltungspraxis des Bundesaufsichtsamtes für das Versicherungswesen wurde geändert
d) Gesetzesänderungen, auf denen die Vertragsbestimmungen beruhen, sind in Kraft getreten
Bei den letzten beiden

Voraussetzungen

muss ein unmittelbarer Bezug auf den Versicherungsvertrag vorliegen, eine Vertragsänderung kann aber auch zur Beseitigung von Auslegungszweifeln im Versicherungsvertrag durchgeführt werden. Die Gültigkeit einer Vertragsänderung findet mit Beginn des 2. Monats statt, nachdem der Versicherte schriftlich  benachrichtigt wurde, bzw. ab dem vom

Treuhänder

festgelegten Zeitpunkt.


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