Private Krankenversicherung Lexikon

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen können bei gleichzeitiger Einnahme verschiedener Medikamente auftreten und die gewünschte Wirkung dadurch aufheben, verstärken oder abschwächen. Dazu können Wechselwirkungen von Medikamenten zu unerwünschten

Nebenwirkungen

führen. Es gibt geschätzte 5000 Wechselwirkungen der pharmazeutischen Mittel, die kein Arzt auswendig im Kopf behalten kann und muss. Entsprechende Informationen zu Wechselwirkungen findet der Arzt in der "Roten Liste"  oder in den sogenannten Fachinformationen den "Summary of Product Characteristics".

Die Kosten von unerwünschten Wechselwirkungen wurden in Deutschland mit 518 Mio. Euro ermittelt, die vermeidbar sind, wenn Wechselwirkungen durch den "elektronischen

Arzneimittel

Sicherheits Check" geprüft werden. Vor allem bei neu verordneten Arzneimitteln kann es zu Wechselwirkungen kommen, Medikamenten die schon länger eingenommen werden spielen keine große Rolle. Hier kann es zwar auch zu Abschwächungen oder Verstärkungen der Wirksamkeit kommen, aber  durch die lange Erfahrung wird dann nach Wirkung dosiert. Mittlerweile bieten viele Apotheken die Überprüfung auf Wechselwirkungen an, allerdings unter der Voraussetzung, dass alle eingenommenen Medikamente bekannt sind und aufgeführt werden.

Bei Wechselwirkungen von pharmazeutischen Produkten unterscheidet man zwei verschiedene Mechanismen. Zum einen ist die pharmakokinetische Interaktion gemeint, wenn ein

Arzneimittel

die Verteilung, Ausscheidung oder Aufnahme eines anderen beeinflusst. Zum anderen gibt es die pharmakodynamische Interaktion, wenn mehrere

Arzneimittel

dieselben Organe beeinflussen.


zurück