Private Krankenversicherung Lexikon

Zivildienst

Die häufigste Form des Wehrersatzdienstes ist der Zivildienst, indem der Zivildienstleistende den Kriegsdienst mit der Waffe aus Gewissensgründen ablehnt und stattdessen den Zivildienst ableistet. Im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ist zwar kein Wahlrecht zwischen Kriegsdienst mit der Waffe und dem Zivildienst vorgesehen, doch gemäß Art. 4 des Grundgesetzes kann, wer aus Gewissensgründen den Kriegsdienst mit der Waffe verweigert, zum Ersatzdienst verpflichtet werden. In Deutschland werden die gesetzlichen Bedingungen für den Zivildienst durch das Zivildienstgesetz geregelt. Genau wie beim Wehrbeauftragten gibt es auch einen Bundesbeauftragten für den Zivildienst, an den sich die Zivildienstleistenden mit Beschwerden und Eingaben werden können. Der Zivildienst wird bei einer vom Bundesamt für Zivildienst anerkannten Zivildienststelle abgeleistet.
Jeder taugliche Wehrpflichtige kann zum Zivildienst herangezogen werden, der aus Gewissens- und Glaubensgründen den Kriegsdienst nach Artikel 4 Abs. 33 GG verweigert hat. Oft wird angenommen, dass zum Wehrdienst untaugliche Männer zum Zivildienst herangezogen werden können, dies ist nicht der Fall, da der Zivildienst ein Ersatzdienst für den Fall ist, dass der Wehrdienst aus Gewissensgründen nicht abgeleisteet werden kann. Medizinische oder anderweitige Gründe spielen hierbei keine Rolle, wenn also ein Mann bei der Musterung als untauglich eingestuft wird, kann er auch nicht zum Zivildienst herangezogen werden.




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