Private Krankenversicherung Lexikon

Zuzahlungen

Bei

Zuzahlungen

im Krankenversicherungswesen handelt es sich um den Anteil, der im

Versicherungsfall

vom Versicherungsnehmer getragen werden muss. Die Höhe der

Zuzahlungen

wird gesetzlich oder vertraglich festgelegt, entweder als prozentualer oder absoluter Anteil. Ziel von

Zuzahlungen

ist, den Versicherten eine günstigere Prämie anzubieten, da von den Versicherungen nur der Betrag zu zahlen ist, der über die Höhe der

Zuzahlungen

hinausgeht. Ziel der Eigenbeteiligung von Patienten ist, die Kosten zu dämpfen, allerdings führen hohe

Zuzahlungen

dazu, dass Patienten von der Inanspruchnahme der Gesundheitsleistungen abgehalten werden. Fällt die Höhe der

Zuzahlungen

geringer aus, werden auch die Gesundheitsleistungen wieder in Anspruch genommen.

Gesetzlich Krankenversicherte müssen

Zuzahlungen

leisten für: Medikamente und

Hilfsmittel

(anteilig), Krankenhausaufenthalt (10 Euro/Tag, max. 28 Tage) und Rehabilitationen (10 Euro/Tag, max. 42 Tage),

Heilmittel

, Fahrkosten und Haushaltshilfen.

Allerdings gilt für alle

Zuzahlungen

pro Kalenderjahr ein individueller Maximalbetrag, die sogenannte Belastungsgrenze. Diese Befreiung von

Zuzahlungen

ist abhängig von den verfügbaren Haushaltsbruttoeinkünften und beträgt 1 oder 2% dieser Einkünfte. Für Familienangehörige gibt es Freibeträge, ebenso für Familienmitglieder mit chronischer Krankheit. Für Bezieher von ALG II (Hartz IV) ist die Höhe der

Zuzahlungen

auf 103,68 Euro pro Jahr begrenzt, dieser wird aus dem Eckregelsatz der Sozialhilfe ermittelt und dies sind zur Zeit 2% von 432 Euro x 12 Monate.


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