Private Krankenversicherung Lexikon

Zuzahlungsbefreiung

Nachdem gesetzlich Krankenversicherte unterschiedliche

Zuzahlungen

für Heil-, Hilfs- und

Arzneimittel

sowie für Kuren und Krankenhausaufenthalte leisten müssen, gibt es die

Zuzahlungsbefreiung

für finanziell überforderte Versicherte. Die

Zuzahlungsbefreiung

ist an die Höhe einer bestimmten Belastungsgrenze gekoppelt. Wird diese innerhalb eines Jahres erreicht, stellt die Krankenkasse eine Bescheinigung zur

Zuzahlungsbefreiung

aus, dadurch ist für den Rest des Jahres keine Zuzahlung mehr zu leisten.

Die Belastungsgrenze für die

Zuzahlungsbefreiung

beträgt 2% der Bruttoeinnahmen eines Jahres, die zum Lebensunterhalt benötigt werden. Bei chronisch Kranken, die wegen derselben Krankheit in Dauerbehandlung sind, beträgt die Belastungsgrenze 1% der Bruttoeinnahmen eines Jahres zum Lebensunterhalt für die

Zuzahlungsbefreiung

. Zu den Bruttoeinnahmen zählen sowohl die jeweiligen Einnahmen des Versicherten, als auch die Einnahmen anderer lebender Personen im gemeinsamen Haushalt. Dies sind in der Regel der Ehegatte und familienversicherte Kinder. Sind die Kinder als Auszubildende oder Studenten selber versichert, wird das Bruttoeinkommen nicht berücksichtigt.

Die

Zuzahlungsbefreiung

gilt auch für die Bezieher von ALG II (Hartz IV), hier ist die Höhe der

Zuzahlungen

auf 103,68 Euro pro Jahr begrenzt, bzw. 50% dieses Betrages bei chronisch Kranken. Dieser Mindestbetrag richtet sich nach dem Eckregelsatz der Sozialhilfe, aktuell sind das 432 Euro.


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