Nettolohn bei Teilzeitarbeit

Die Gründe für Teilzeitarbeit können vielfältig sein: die Geburt ein Kindes, die Pflege eines Angehörigen, Zeit für Weiterbildung u.v.m. Welche Frage sich im Vorfeld jeder stellt: Wie viel werde ich verdienen, wenn ich nur noch halbtags oder 2-3 Tage die Woche arbeite. Denn weniger Arbeit bedeutet auch weniger Geld. Aufgrund der sog. Steuerprogression bedeutet 50% weniger Arbeit nicht automatisch 50% weniger Nettogehalt. Um Ihr aktuelles Vollzeitgehalt auf ein Teilzeitgehalt herunterzurechnen, verwenden Sie einfach unseren Teilzeit Rechner.

Altersvorsorge

Geldwerter Vorteil

Freibetrag

Steuerklasse

 

Krankenversicherung

Krankenversicherung + %

Arbeitgeber-Beteiligung an PKV

Pflegeversicherung

Pflegeversicherung

Rentenversicherung

Arbeitslosenversicherung

Teilzeitarbeit ist nicht nur was für Frauen

Wer private und berufliche Belange besser miteinander vereinbaren will, kann sich für eine Teilzeitstelle entscheiden. Teilzeitbeschäftigung liegt dann vor, wenn die tägliche Arbeitszeit regelmäßig weniger als acht Stunden pro Werktag (Montag bis Samstag) beträgt.. Die Reduzierung der regulären Arbeitszeit ist eine weit verbreitete Arbeitsform, die Statistiken zufolge, vermehrt von Frauen gewählt wird. In Deutschland arbeiten heute Millionen Frauen in Teilzeit. In erster Linie wechseln weibliche Beschäftigte von Voll- auf Teilzeit für die Familie - insbesondere dann, wenn es um die Betreuung von Kindern oder die Versorgung von pflegebedürftigen Familienangehörigen geht. Zudem können eine Krankheit, zu viel Stress im Job oder der Aufbau einer Selbständigkeit ebenfalls ein Grund dafür sein, aus einer Vollzeitbeschäftigung auszusteigen. Das erklärt warum auch immer mehr Männer das Arbeitstempo drosseln und in Teilzeit arbeiten wollen, wie Beobachter des Arbeitsmarktes berichten.

Vollzeit-/Teilzeitquoten von erwerbstätigen Vätern und Müttern

Damit Sie Ihre Interessen als Arbeitnehmer mit den betrieblichen Interessen der Firma besser in Einklang bringen, sollten Sie sich u.a. mit folgenden Fragen auseinandersetzen:

  • Wie ist die aktuelle Auftragslage in der Firma?
  • Was sagt mein Chef?
  • Darf jeder die Arbeitszeit reduzieren?
  • Wie wird ein Antrag gestellt?
  • Was sagt das Gesetz?

Teilzeitanspruch und gesetzliche Regelungen

Grundlegendes zum Thema Arbeitszeit wird vom Arbeitszeitgesetz (kurz ArbZG) geregelt. Das ArbZG legt fest, wie lange Arbeitnehmer arbeiten dürfen. Vorgesehen ist eine Höchstarbeitszeit von acht Stunden täglich, die in Ausnahmefällen, temporär auf bis zu zehn Stunden erhöht werden darf. Da der Samstag arbeitsrechtlich ebenso mit 8 Arbeitsstunden als Werktag betrachtet wird, sind somit i.d.R. max. 48 Arbeitsstunden wöchentlich zu leisten. Zugleich beschreibt der Gesetzgeber Rahmenbedingungen für die Vereinbarung flexibler Arbeitszeiten zu denen auch die Teilzeitarbeit gehört. Diese haben wir nachfolgend für Sie zusammengefasst.

Gemäß § 8 Verringerung der Arbeitszeit TzBfG (Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge) gilt der Grundsatz, dass jeder Arbeitnehmer ei­nen all­ge­mei­nen An­spruch darauf hat, vom Ganz- auf Halbtagsjob wechseln zu können. Folgende Bedingungen müssen dabei erfüllt werden:

  • das Arbeitsverhältnis besteht länger als sechs Monate
  • der Arbeitgeber beschäftigt mehr als 15 Mitarbeiter (Aus­zu­bil­den­de sind ausgeschlossen)
  • der Antrag muss spätestens drei Monate vor dem gewünschten Beginn gestellt werden.
  • Ihrem Teilzeitwunsch stehen keine betrieblichen Gründe entgegen.

Ein erneuter Antrag kann frühestens nach zwei Jahren gestellt werden. Zudem ist es wichtig, den gewünschten Umfang der Arbeitszeit anzugeben. Beschäftigte sollten sich deshalb bereits im Vorfeld Gedanken darüber machen, wann und wie lange Sie arbeiten können/wollen. Für den Teilzeitantrag ist die Schriftform zwar nicht zwingend vorgeschrieben, um Probleme zu vermeiden, ist sie jedoch empfehlenswert.

Gründe für die Ablehnung

Zwar gibt es in Deutschland ein gesetzliches Recht auf Teilzeitarbeit, allerdings hat der Arbeitgeber einige Möglichkeiten, dem zu widersprechen. Der Gesetztgeber schreibt vor, dass die gewünschte Arbeitszeitverkürzung zu akzeptieren ist, wenn keine betrieblichen Gründe entgegenstehen. Betriebliche Gründe, die eine Ablehnung des Teilzeitantrags rechtfertigen, liegen vor wenn:

  • die Teilzeitbeschäftigung die Organisation, den Arbeitsablauf oder die Sicherheit im Betrieb wesentlich beeinträchtigt.
  • die Verringerung der Arbeitszeit mit unverhältnismäßigen Kosten verbunden ist.

So überzeugen Sie Ihren Arbeitgeber

Oft dürfte aber auch der administrative Aufwand, der mit der Teilzeitarbeit verbunden ist, abschreckend für Ihren Arbeitgeber wirken. Deshalb stehen einige Chefs dem Wunsch nach einer Teilzeitbeschäftigung manchmal skeptisch gegenüber. Diese Argumente können helfen, den Arbeitgeber vom Gegenteil zu überzeugen:

  • Teilzeitbeschäftigte haben ein besseres Zeitmanagement
  • Teilzeitarbeit steigert nachweislich die Motivation
  • Eine ganze Stelle mit zwei Menschen als Team zu besetzen hat den Vorteil: Es ist immer einer da!
  • weniger Fehlstunden
  • mehr Flexibilität zu Spitzenzeiten

Informationen zur Betrieblichen Altersvorsorge

Seit dem 01.01.2002 haben Arbeitnehmer einen Anspruch auf Entgeltumwandlung (Umwandlung von Gehaltsteilen in eine betriebliche Altersversorgung) bis zur Höhe von 4% der Beitragsbemessungsgrenze(West) in der Rentenversicherung.
Die Form der betrieblichen Altersvorsorge kann der Arbeitgeber unter den externen Finanzierungswegen Pensionskasse, Pensionsfonds und Direktversicherung frei wählen.

Bei der Entgeltumwandlung oder Gehaltsumwandlung können 4% der RV-BBG/West ( Stand 2014: 5950 € ) steuer- und sozialabgabenfrei vom Bruttolohn in eine betriebliche Altersvorsorge abgeführt werden.

Weitere 1800 € jährlich ( 150 € monatlich ) sind steuerfrei, aber nicht sozialversicherungsfrei abziehbar. Im Jahr 2014 sind es insgesamt 388 € ( 4% BBG = 238 € plus 150 € ).
Unser Rechner begrenzt den Wert automatisch auf dieses Maximum.

Nähere Informationen können Sie beispielsweise bei
Wikipedia finden oder in unserem Lexikon

Informationen zum Geldwerten Vorteil

Als Geldwerter Vorteil werden Sachleistungen bezeichnet, die der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer zur Verfügung stellt. Der bekannteste Geldwerte Vorteil ist der Firmenwagen.

Für die genaue Berechnung geben Sie bitte den monatlichen Betrag in Euro an, auch wenn die Berechnung für das ganze Jahr erfolgen soll.

Steuerlich betrachtet wird der Geldwerte Vorteil dem Bruttogehalt hinzugerechnet. Man zahlt für ihn also "ganz normal Steuern". Dabei ist zu beachten, dass es für viele Sachleistungen Freigrenzen gibt.

Die Versteuerung einer Gehaltserhöhung in Form einer Sachleistung, ist für den Arbeitnehmer aufgrund dieser Freigrenzen daher zumeist vorteilhafter als eine Erhöhung des Bruttolohns.

Benutzen Sie dazu unseren "Nettolohnoptimierer", den Sie auf der Ergebnissseite der Berechnung finden, und der genau diese Grenzen nutzt, um “mehr Netto” bei Ihrer nächsten Gehaltserhöhung herauszuholen.

Nähere Informationen können Sie auch bei Wikipedia finden oder in unserem Lexikon

Informationen zur Krankenversicherung

Die Krankenversicherung soll dazu beitragen, dass die finanziellen Folgen von Erkrankungen,
der Vorsorge von Krankheiten und von Schwangerschaft so wenig gravierend wie möglich ausfallen und
nicht zu einem Risiko werden. Dazu gibt es die gesetzlichen Krankenkassen und die privaten Krankenversicherungen.

Im Rahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung gibt es die Möglichkeit der Versicherungspflicht
sowie die Freiwillige Mitgliedschaft und das Wahlrecht.
Nähere Informationen können Sie beispielsweise bei Wikipedia finden oder in unserem Lexikon

Informationen zum neuen Krankenversicherungssatz

Zum 01.01.2015 ändert sich der Beitragssatz für die Krankenversicherung auf 14,6% des Bruttolohnes. Der Beitrag wird vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte (7,3%) getragen.

Der bisherige zusätzliche Eigenanteil des Arbeitnehmers von 0,9% wird in Zukunft von den einzelnen Krankenkassen, je nach Ihrer Finanzlage, festgelegt.

Als einen weiteren Service von uns, haben wir die 20 mitgliederstärksten Krankenkassen mit Ihren Zusatzbeiträgen zur Auswahl gestellt. Sollten Sie die Höhe Ihres zukünftigen Zusatzbeitrages nicht im Kopf haben, wählen Sie (falls vorhanden) die Krankenkasse aus, bei der Sie versichert sind.

Nähere Informationen können Sie beispielsweise bei Wikipedia finden oder beim Bundesministerium für Gesundheit

Beteiligt sich Ihr Arbeitgeber an den Beiträgen zu Ihrer Privaten Krankenversicherung?

Informationen zum Freibetrag

Bis zum 30. November eines jeden Jahres können sich Arbeitnehmer per Antrag beim zuständigen Finanzamt einen Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte für das laufende Jahr eintragen lassen. So zahlen Sie weniger Lohnsteuer und erhöhen sie ihr Monatsnetto. Ein Antrag beim Finanzamt lohnt sich, wenn z.B. ihre selbst bezahlten Fahrtkosten oder Kinderbetreuungkosten zusammen voraussichtlich mehr als 1000,- Euro im laufenden Jahr betragen werden.

So gehen Sie vor: Lassen Sie sich ihre Lohnsteuerkarte von ihrem Arbeitgeber aushändigen und tragen Sie ihre Ausgaben in das Formular Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung ein. Den Antrag und ihre Lohnsteuerkarte schicken Sie dann zusammen an ihr Finanzamt. Wenn Ihr Antrag genehmigt wird, erhalten Sie ihre Lohnsteuerkarte mit einem eingetragenen Freibetrag zurück.
Diesen Freibetrag tragen Sie anschließend in das Feld "Jährl. Steuerfreibetrag" bei nettolohn.de ein, um zu erfahren wie viel Sie bei der nächsten Gehaltsabrechnung mehr netto ausgezahlt bekommen.

Nähere Informationen können Sie beispielsweise bei Wikipedia finden oder in unserem Lexikon

Informationen zur Pflegeversicherung

Der Beitragssatz zur sozialen Pflegeversicherung beträgt 2,05% vom beitragspflichtigen Einkommen bis zur Bemessungsgrenze (2014: 4.050 Euro monatlich).

Diesen Beitrag teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer - mit Ausnahme der Beschäftigten in Sachsen -
bisher je zur Hälfte (jeweils 1,025 Prozent).
Am Zuschlag von 0,25 Prozentpunkten für Kinderlose werden die Arbeitgeber nicht beteiligt.

  • -Der Beitrag der Versicherten erhöht sich entsprechend um 0,25 auf 1,275 Prozent.
  • -Der Arbeitgeberanteil beträgt weiterhin 1,025 Prozent.


Nähere Informationen können Sie beispielsweise bei Wikipedia finden oder in unserem Lexikon

Informationen zur Rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung ist ein Zweig des deutschen Sozialversicherungssystems, der vorrangig
der Alterssicherung von Arbeitnehmern dient.

In Deutschland gilt dabei die Versicherungspflicht, von der lediglich Selbstständige und Personen, die unter
den § 6 SGB V fallen, ausgenommen werden können. Versicherungsfrei sind demnach u.a. Beschäftigte,
deren Einkommen die Jahresarbeitsentgeltgrenze von 53.550,-€ (Stand: 2014) regelmäßig überschreitet.

Ebenfalls sind Beamte, Richter, Soldaten, und weitere Beschäftigte von öffentlichen Institutionen von der
Versicherungspflicht ausgenommen. Für diese Personengruppen besteht jedoch die Möglichkeit einer
gesetzlichen Krankenversicherung auf freiwilliger Basis.

Nähere Informationen können Sie beispielsweise bei Wikipedia finden oder in unserem Lexikon

Informationen zur Arbeitslosenversicherung

Die Arbeitslosenversicherung dient arbeitslosen Personen während der Arbeitssuche zur Sicherung
eines Einkommens.
In der Arbeitslosenversicherung gilt eine Versicherungspflicht für alle Beschäftigten, von der lediglich Selbstständige und außerhalb der EU beschäftigte Arbeitnehmer ausgenommen werden können.

Die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung, deren Höhe 3% des beitragspflichtigen Bruttoentgelts des
Beschäftigten beträgt, werden vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu gleichen Teilen (jeweils 1,5%) getragen.

Falls ein Versicherungsfall bzw. Arbeitslosigkeit eintritt, erbringt die Bundesagentur für Arbeit
Entgeltersatzleistungen und fördert die arbeitslose Personen durch Beratung und Vermittlung.

Nähere Informationen können Sie beispielsweise bei Wikipedia finden oder in unserem Lexikon

Informationen zur Steuerklassen

Die Art der Berechnung der monatlichen Lohnsteuer ist dabei im wesentliche bestimmt durch die Steuerklassen,
die für jeden Arbeitnehmer in der Lohnsteuerkarte festgelegt werden.

Hierbei gibt es 6 Klassen für die im Groben folgende Festlegungen gelten:

Steuerklasse I: Ledige oder Allein-Lebende ohne Kinder
Steuerklasse II: Ledige oder Allein-Lebende mit Kindern
Steuerklasse III: Verheirateter Alleinverdiener
Steuerklasse IV: Verheirateter Doppelverdiener
Steuerklasse V: Verheirateter mit Nebenverdienst
Steuerklasse VI: Nebenverdienst eines bereits anderweitig angestellten Arbeitnehmers.

Nähere Informationen können Sie beispielsweise bei Wikipedia finden oder in unserem Lexikon


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